Samstag, 31. Juli 2010

Der Staat macht mobil!

Das tut er natürlich nicht - vielmehr ist er mobil geworden. Zuerst aber, wird wiedermal ein Klischee aufgemischt: Da wird immer behauptet, in Japan soll man nicht die öffentlichen Verkehrsmittel als Grund für eine etwaige Verspätung angeben. Denn: In dem ach-so-pünktlichen Japan sind die Öffis einfach immer pünktlich. Falsch!
Das kommt sehr stark auf folgende Faktoren an:
- Die Stadt in der man lebt (ähnlich wie in Österreich betreibt eigentlich jede größere Stadt ihr eigenes Verkehrssystem - beziehungsweise mehrere zusammen die nicht synchronisiert werden...)
- Das Verkehrsmittel (Bus, U-Bahn, Zug, Taxi...)
- Die Zeit (Stoßzeit, ...)
Bei Tokyo beispielsweise kann man im Regelfall sagen: Man ist immer pünktlich. Das liegt hauptsächlich daran, dass man dort immer die U-Bahn nehmen kann (Wobei es von der Sorte mehrere verschiedene Betreiber - also auch verschiedene Preise und Tickets - in Tokyo gibt). Das U-Bahn Netz in Tokyo ist das Größte - und eines der am besten organisiertesten der Welt, abgesehen von Selbstmorden gibt es da wenig Möglichkeiten zu spät zu kommen.

In Fukuoka schaut die Sache etwas anders aus. Hier ist das Hauptverkehrsmittel der Bus (Es gibt eine U-Bahn, die fährt aber nicht allzuweit aus der Stadt raus.). Die Busse werden von Nishitetsu (Firma) betrieben; das ist so nebenbei erwähnt übrigens der "größte" Busbetreiber in Japan (Zumindest hat das letzlich Jemand behauptet, der Staat ist doch viel zu faul das nachzuprüfen...), was daran liegt, dass sie in Kyushu sehr viel kontrollieren. Auf Honshu (Das ist die Hauptinsel, für Unwissende...) splittet sich das viel mehr auf.
Nix gegen Nishitetsu an sich, aber die haben eine interessante Mentalität. Die Busse kommen prinzipiell 5 Minuten zu spät - Anschlussbusse warten aber im Regelfall nicht, das heißt wenn man umsteigen muss wird es meist ein Chaos. Des weiteren hat man sich in Fukuoka das Ziel gesetzt Bus Stationen mit gleichen Namen nebeneinander zu stellen. So gibt es beispielsweise zwei mal die Station "Nakasu" - manche Busse bleiben bei der einen, manche bei der anderen stehen, gut gut, sie sind ja auch direkt nebeneinander (20 Meter), aber wenn mans nicht weiß...
Die Preise sind dafür um so höher - es gibt eine Monatskarte, aber die ist einfach nur das gemeinste überhaupt: Sie startet nämlich ab 10:00 - man darf also ab 10:00 in den Bus steigen, ansonsten zahlt man extra. Gut, wenn um punkt 10:00 ein Bus vor dem Kaikan (Studentenheim in dem der Staat residiert) abfahren würde wäre das ja noch ok, das tut er aber nicht. Der Bus, welcher mit 10:11 angeschrieben ist kommt dafür im Regelfall so zwischen 10:15 und 10:20. Das führt (klarerweise) dazu, dass der Staat hoffen muss, dass der Bus in der Innenstadt auch Verspätung hat - der Sackibicker ist aber zumeist pünklich. Die Moral von der Geschicht: Der Staat kommt so gegen 11:00 in der Arbeit an. Auch das wäre kein allzugroßees Problem, aber es heißt das man am Abend bis (mindestens) 20:00 arbeiten muss - und folglich erst gegen 21:00 im Kaikan ankommt. Da der Staat ein fauler Mensch ist ergibt sich daraus:
1) Der Staat verbringt den Abend mit Nichtstun.
2) Der Staat steht gegen 9:30 auf.
Fazit: Außer Arbeit geht nix (Was total übertrieben ist, falls die Staatmutter das jetzt liest und sich dann Sorgen macht...) - und das ist verdammt schade.
Da die spaßige Monatskarte (die übrigens 昼パッスロング = hirupassulongu heißt) außerdem noch umgerechnet etwa 80€ kostet, hat der Staat sich für folgendes entschieden:



Die Sache hat leider ein paar Haken:
- Das Rad war ned billig (Ist dafür aber ein Spitzending, mit dem bringt er schon mal nen 70er drauf, langer Pedalweg + große Zahnräder vorne + Rennradbereifung + superleicht, ziemlich nice das Teil.)
- Die Strecke sind über 13km
- Die Dusche muss auch in die Zeit einberechnet werden
- Regen
- Der Staat kann im Bus nimmer Vokabelhören (Am Radel könnte das hingegen verhängnisvoll weden...)
Außerdem muss dingend noch für Sonnenmilch gesorgt weren, sonst ist der Staat ein Rotbarsch.

Trotzdem ist man guter Dinge (Abgesehen von einem Scheißschnupfen, der aber hoffentlich bald vorbei ist).

Sonntag, 18. Juli 2010

Ein bisschen Romantik

Nachem der Staat wegen dem Abendessen warten muss, ist er wiedermal mit der Kamera ausgerückt und hat ein paar feine Momente gefangengenommen.

Freitag, 16. Juli 2010

Ha, endlich Sommer

Das Wetter hat sich doch tatsächlich an das jährliche Ritual gehalten:
Mitte Juli wirds in Fukuoka wunderschön - scheißheiß leider auch, aber innendrinnen hats immer die feinen 25 Grad Klimaanlage, der Staat beobachtet zufrieden die Sonne. Die schaut ned viel anders aus als daheim - es ist ein Wunder!

Donnerstag, 15. Juli 2010

Weil bald das nächste Wochenende ist

Der Titel stimmt - der Staat muss dringend schaun, dass er die Sachen vom letzten Wochenende aufarbeitet, daher gleich drei Posts auf einmal.
Das kommende Wochenende ist übrigens um einen Tag verlängert, dank dem Tag des Meeres, der Staat hat der salzigen Brühe schon gratuliert.
Heute gegen 5 Uhr in der Früh war übrigens Yamakasa (darüber wurde schon letzes Jahr berichtet), der Staat hat sich die Hinternzeigenden Kerle wiederum leicht verstöhrt angesehen.
Das eigentliche Thema dieses Eintrages ist jedoch: Nagasaki.

Nagasaki ist wirklich eine hervorragende Stadt - abgesehen von dem Atombombenkrempel, aber das muss wohl sein. Hier ist die Stadt wiederum eines der besten Beispiele um zu verstehen, warum viele Japaner sich als Opfer des 2. Weltkrieges sehen...
Abgesehen von der Atombombe - die übrigens wirklich grausam war; ~74.000 Tote sofort, nochmal genausoviel etwa nach einer Woche - ist die Stadt aber äußerst fein. Irgendwie hat sie den Staat an San Francisco erinnert, waas wahrscheinlich nicht zuletzt auf die hügelige Lage und die lustige Tram zurückzuführen ist.
Der Staat ist übrigens dank Koji in den Genuss der Stadt gekommen, zusammen mit den anderen im Moment hier verweilenden Österreicherianern ist er durch die Stadt gestreunt. Vorher wurde noch ein Abstecher zu einem Pinguinaquarium gemacht. Die Tiere waren aber einfach nur arm, der Staat hat sich daher die Zeit damit vertrieben hirnlose Dinge zu kaufen.

Es folgen die Photos des stolzen Pfauen:

Es ist schon wieder ein Damm

Diejenigen, die auch letztes Jahr alles gelesen haben - und geistig noch nicht ganz verkümmert sind, werden womöglich merken, dass sich in diesem Post ein paar Photos wiederholen.
Dem Staat wurde nämlich wiederrum ein wunderbaren Ausflug zum Staudamm nahe Sasaguri (letztes mal noch fälschlicherweise unter Hisayama geführt) beschert. Alles (wie üblich) dank Maki-san.
Dort wurde gegrillt, durch einen Fluss gewahtet, mit Steinen geworfen (Shosho war das große Vorbild) und schließlich noch der höchste Berg in der Gegend befahren. Von dort hat man einen wunderbaren Blick über Fukuoka-Stadt - wenn es gerade nicht regnet... Naja, man kann ja nicht immer Glück haben.
Jetzt werden wie üblich wieder die Photos für sich sprechen:



Hm, blödes Photobucket, die Slideshow is immer verkehrt obwohl die Reihenfolge umgedreht ist, naja.

Der Staat ist alles zugleich

Weil ein Geschäftslokal in Momochi frei ist, hat der Staat doch sofort beschlossen Schnitzelkoch zu werden. Leider ist das in Konflikt mit seiner Arbeit gekommen - da kann man dann halt nix machen. Stattdessen ist er zur Feuerwehr gewechselt. Die haben ihn auch sofort zum Offizier befördert und flotte Runden im neuesten Fahrzeug drehen lassen; hier ist der Beweis:

Der Staat hat klarerweise sofort mehrere Orden verteilt, wie es sich gehört.

Freitag, 2. Juli 2010

Keya - wie ein erster Arbeitstag sein kann

Zunächst: Dem Hund kann man nur gratulieren!


Jaja, die Arbeit - da hat der Staat doch tatsächlich geglaubt er würde sich darauf freuen. Naja, ganzsoschlecht ist es ja auch nicht, halt wiedermal ein bisschen anstrengender. Das Problem liegt hauptsächlich darin, dass der Staat mit sich selbst ausgemacht hat täglich (zumindest) eine Stunde Japanisch zu lernen. Das mitsamt der Arbeit in einen Tag zu presssen hat sich als schwieriger als gedacht erwiesen.

Der erste Arbeitstag war übrigens nicht von Arbeit gesegnet. Dem Staat wurde zunächst eine Fahrt zum Ito-Campus bescheert. Für diejenigen die den Blog schon lange nicht mehr studiert haben: Der Ito-Campus ist der neue Campus der Kyushu-Universität und liegt gerade noch im Stadtgebiet von Fukuoka - Stadt ist dort aber nicht mehr der korrekte Begriff.
Dem Staat ist dort auf jeden Fall sein Arbeitsvertrag überreicht worden. Danach wurde eine feine Bootsfahrt zu einem Naturwunder angestrebt. Konkret: Nahe dem Dörfchen Keya gibt es einen von Natur geschaffenen Hügel welcher aus Hexagons besteht. Da lässt der Staat jetzt erstmal die Bilder für sich sprechen.



Am Rande sei noch erwähnt: Keya ist total lustig - die Leute dort waren so richtige Landjapaner - wunderbar. Der Staat hat gleich mal nichtsmehr verstanden (Normalerweise versteht er zumindest Bruchstücke) - außer (natürlich) kanojo (彼女), kanojo was so viel heißt wie Freundin. Die fischenden alten Herren wissen wohl zumindest worums im Leben wirklich geht. Der Staat ist sofort abgehaun - nichteinmal das zahnlose Grinsen des Gegenübers hat das bremsen können.