Das kommt sehr stark auf folgende Faktoren an:
- Die Stadt in der man lebt (ähnlich wie in Österreich betreibt eigentlich jede größere Stadt ihr eigenes Verkehrssystem - beziehungsweise mehrere zusammen die nicht synchronisiert werden...)
- Das Verkehrsmittel (Bus, U-Bahn, Zug, Taxi...)
- Die Zeit (Stoßzeit, ...)
Bei Tokyo beispielsweise kann man im Regelfall sagen: Man ist immer pünktlich. Das liegt hauptsächlich daran, dass man dort immer die U-Bahn nehmen kann (Wobei es von der Sorte mehrere verschiedene Betreiber - also auch verschiedene Preise und Tickets - in Tokyo gibt). Das U-Bahn Netz in Tokyo ist
In Fukuoka schaut die Sache etwas anders aus. Hier ist das Hauptverkehrsmittel der Bus (Es gibt eine U-Bahn, die fährt aber nicht allzuweit aus der Stadt raus.). Die Busse werden von Nishitetsu (Firma) betrieben; das ist so nebenbei erwähnt übrigens der "größte" Busbetreiber in Japan (Zumindest hat das letzlich Jemand behauptet, der Staat ist doch viel zu faul das nachzuprüfen...), was daran liegt, dass sie in Kyushu sehr viel kontrollieren. Auf Honshu (Das ist die Hauptinsel, für Unwissende...) splittet sich das viel mehr auf.
Nix gegen Nishitetsu an sich, aber die haben eine interessante Mentalität. Die Busse kommen prinzipiell 5 Minuten zu spät - Anschlussbusse warten aber im Regelfall nicht, das heißt wenn man umsteigen muss wird es meist ein Chaos. Des weiteren hat man sich in Fukuoka das Ziel gesetzt Bus Stationen mit gleichen Namen nebeneinander zu stellen. So gibt es beispielsweise zwei mal die Station "Nakasu" - manche Busse bleiben bei der einen, manche bei der anderen stehen, gut gut, sie sind ja auch direkt nebeneinander (20 Meter), aber wenn mans nicht weiß...
Die Preise sind dafür um so höher - es gibt eine Monatskarte, aber die ist einfach nur das gemeinste überhaupt: Sie startet nämlich ab 10:00 - man darf also ab 10:00 in den Bus steigen, ansonsten zahlt man extra. Gut, wenn um punkt 10:00 ein Bus vor dem Kaikan (Studentenheim in dem der Staat residiert) abfahren würde wäre das ja noch ok, das tut er aber nicht. Der Bus, welcher mit 10:11 angeschrieben ist kommt dafür im Regelfall so zwischen 10:15 und 10:20. Das führt (klarerweise) dazu, dass der Staat hoffen muss, dass der Bus in der Innenstadt auch Verspätung hat - der Sackibicker ist aber zumeist pünklich. Die Moral von der Geschicht: Der Staat kommt so gegen 11:00 in der Arbeit an. Auch das wäre kein allzugroßees Problem, aber es heißt das man am Abend bis (mindestens) 20:00 arbeiten muss - und folglich erst gegen 21:00 im Kaikan ankommt. Da der Staat ein fauler Mensch ist ergibt sich daraus:
1) Der Staat verbringt den Abend mit Nichtstun.
2) Der Staat steht gegen 9:30 auf.
Fazit: Außer Arbeit geht nix (Was total übertrieben ist, falls die Staatmutter das jetzt liest und sich dann Sorgen macht...) - und das ist verdammt schade.
Da die spaßige Monatskarte (die übrigens 昼パッスロング = hirupassulongu heißt) außerdem noch umgerechnet etwa 80€ kostet, hat der Staat sich für folgendes entschieden:
Die Sache hat leider ein paar Haken:
- Das Rad war ned billig (Ist dafür aber ein Spitzending, mit dem bringt er schon mal nen 70er drauf, langer Pedalweg + große Zahnräder vorne + Rennradbereifung + superleicht, ziemlich nice das Teil.)
- Die Strecke sind über 13km
- Die Dusche muss auch in die Zeit einberechnet werden
- Regen
- Der Staat kann im Bus nimmer Vokabelhören (Am Radel könnte das hingegen verhängnisvoll weden...)
Außerdem muss dingend noch für Sonnenmilch gesorgt weren, sonst ist der Staat ein Rotbarsch.
Trotzdem ist man guter Dinge (Abgesehen von einem Scheißschnupfen, der aber hoffentlich bald vorbei ist).