Montag, 15. Juni 2009

Asosan, Kumamoto, und ein Geburtstag zu Beginn

Eigentlich hat der Staat ja erst jetzt. Aber die Kaikan-Kollegen haben gemeint, das Wochenende sei ein besseres Festtagsgelände. Das hat der Staat nicht bestreiten können. So ist es am Samstag Abend mit einem monsterriesigen Kuchen zur Sache gegangen. Zunächst war der Transport erwähnenswert. Durch die Größe des Kuchens und die Fortbewegung per Fahrrad war das gewissermaßen ein Kunststück. Dann wurde ordetnlich Kuchen reinghaut, lustige Leuchtdinge abgefackelt und Bier getrunken (Allerdings in Maßen, man war ja noch groggi vom Vortag - das ist aber eine andere Geschichte). Das ganze wurde von 99%iger Luftfeuchtigkeit untermauert. Das sieht man auch an den diesigen Nachtaufnahmen. In Österreich gibt es Nebel oder Schönwetter, in Fukuoka gibt es etwas, das dazwischen liegt.



Gegen 6:20 in der Früh dann ein mühsames aus dem Bett kriechen und Iyad per Anruf aufwecken. Nach einer hecktische Abfahrt per Bus erfolgt die Ankunft in Fujisaki (Mit der U-Bahn, der Umstieg wird trotzig nicht erwähnt). Dann Abfahrt in Richtung Asosan (Liegt ungefähr in der Mitte von Kyushu) zusammen mit Suzuki-sensei und Koji-san. Ankunft nach ca drei Stunden, der Staat hat die Hälfte verpennt (Unterbrochen vom Verzehr einer seltsamen Wienerwurst am Stiel).
Der Vulkan war dann atemberaubend. Das Aso-Gebiet ist ein Caldera, nur eine Einfahrt. Da sind diverse Berge, alles jungelartig bewachsen. Der Staat war verzückt und hat mit der Kamera wie wild um sich geballert. Iyad hat ihm aber schon nach Sekunden Konkurrenz gemacht (Besonders erwähnenswert war hier der Schnellschießwettbewerb, wer den ersten gscheiden Oldtimer knippsen kann...).


Erster Photostopp etwas unterhalb vom eigentlichen aktiven Krater. Dort hat der Staat den ersten Zeitraffer aufgenommen, sowie in der Zwischenzeit Schwefel begutachtet. Dann rauf zum Krater. Dort wars... unecht. Wenn man das erste Mal auf das giftgrüne Wasser runterschaut kommt man sich vor wie in einem Science-Fiction Film. Der Staat hat gleich mal wieder Zeit gerafft. Erst noch diverses Herumgestöbere, dann weiter Richtung Kumamoto.
Auf dem Weg wurde dann aber (neben Photoorgien aus dem fahrenden Auto) noch eine "Quelle aus dem Nichts" besichtigt. Das war insofern lustig, als die Quelle senkrecht von unten entsprungen ist, jedoch total ruhig und leise. Das Ergebnis: Ein Bach der auf beiden Seiten bergab fließt. Diese Unmöglichkeit hat den Staat fasziniert. Bei genauerem Hinschauen hat man aber das leise Wühlen des Wassers beobachten können. Schön und unmöglich zugleich.

In Kumamoto angekommen ist es dann zunächst in Richtung Burg gegangen. Diese wurde besichtigt. Hier verweist der Staat zunächst auf die Photos, die beschreiben die Burg am besten. Ein paar kurze historische Anmerkungen muss aber doch machen. Die Burg ist größtenteils nicht original, weil sie im Bürgekrieg 18irgendwas belagert und niedergebrannt wurde. Sie wurde aber detailgetreu nachgebaut. Das Gebäude, das man am Anfang der Burg-Serie sieht ist original, das hohe (fünfstöckige!) Gebäude ist größtenteils nachgbaut. Der ursprüngliche Erbauer wurde übrigens aufgrund der ungeheuren Dimension und Wehrhaftigkeit der Burg zum Selbstmord verurteilt, da er eine zu große Macht durch die Burg bekam (Das aber nur am Rande).
Die Geschichte-Interessierten können ja einen Blick auf Wikipedia zu Kumamoto werfen (Diesmal hat der Staat den japanischen Link reingehaut, der Schelm).


Am Abend war dann noch eine kulenarische Spezialität Kumamotos am Programm: Rohes Pferdefleisch (Ja, die Reiter unter den Lesern sollten jetzt puterrot werden). Der Staat als Meatytarian hat gleich mal ordentlich reingehaut und kann sagen: Vorzüglich. Sowas kriegt man halt in Europa nicht...

4 Kommentare:

  1. hab gar nicht gewusst dass die linksverkehr und überholverbot haben

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  2. urks, rohes pferd...
    aba die bewachungsmannschaft find ich toll :D

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  3. Mjam - Pferdefleisch. Hierzulande gibts nicht mal vegetarische Tiefkühllasagne. Aber immerhin Tiefkühlpizza.

    Zur Burg bleibt zu sagen: haben die dann gleich Strom und Glasfaserkabel beim Neuaufbau verlegt?
    Das Ding erinnert mich irgendwie an die Burgen aus Age of Empires.

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  4. Der Japanische-Wikipedia erweist sich exorbitant ergiebiger. Und das Aalglatt.

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