Freitag, 1. Mai 2009

Daizaifu

Ha! Und schon wieder Kultur... Aber der Reihe nach...
Eigentlich ist ja gerade 'Golden Week' (Da kommen verschiedene Feiertage zusammen, ist nicht so einfach zu erklären...) in Japan. Viele Japaner haben da eine ganze Woche frei (von 29.04.09 bis 06.05.09). Da der Staat aber an der Universität angestellt ist hat er Donnerstag und Freitag Arbeit gehabt. Den Mittwoch hat er allerdings genutzt um sich eine ordentliche Überdosis Kultur reinzuschießen: Daizaifu.
Daizaifu ist ein kleiner Ort nahe Fukuoka. Der Staat hat gleich mal Nägel mit Köpfen gemacht und ist allein mit dem Zug hingefahren - da lernt er wengistens noch was. Langweiligerweise war aber das meiste sogar auf englisch angeschrieben. Ausgemacht war, dass er Maki-san in Daizaifu trifft - weil er aber die Zeit mal wieder total falsch berechnet hat war er schon eine Stunde vorher (!) dort. Naja, also erstmal ein Bummel...



Dann Anruf von Maki-san, wo er denn steck - naja, schließlich hat man sich dann doch gefunden. Die Gute war mit ihrem Mann und Sohn sowie Mutter anwesend. Da die vier erstmal einer Zeremonie (Beten für Ahnen zur Sommersonnenwende - zumindest nach dem was der Staat begriffen hat) beigewohnt haben ist der Staat zunächst ins Kyushu-National-Museum gegangen. Das war äußerst sehenswert. Ein Wahnsinns-Bau und auch die Austellungsräume schickimicki. Dazu ein irres Gebot an Security. Das hat der Staat dann nach den ersten paar Photos auch zu spüren bekommen. Grad, dass er die Photos nicht hat löschen müssen... Das Museum bietet einen äußerst interessanten Einblick in die Geschichte Japans (und Asiens) allgemein, sowie Kyushus im speziellen.

Danach war dann ein Imbiss mit Maki-san-Familie angesagt. Wiederum danach sind die dann schön langsam aufgebrochen, der Staat hat aber gemeint er muss eindeutig noch ein bissl herumlatschn und Photos schießen. Also erstmal Abschied und dann losgestiefelt von Daizaifu-Schrein Richtung Kanzeonji-Tempel (Schrein ist Shintoismus, Temple ist Buddhismus).
Weil der Staat grad lustig unterwegs war hat er beschlossen einen nahen Hügel mit Schule zu besteigen um von dort einige Photos zu machen. Beschluss in die Tat umgesetzt, fein fein...

Danach dann die famose Idee ein bisschen abzukürzen. Einfach so in Richtung Tempel. Erst der Sportplatz überquert dann mal rein in den Wald - verdammt, eine Böschung. Ha, nicht mit dem Staat, das kann ihn nicht aufhalten. Also raufgequält und - zack! Da saust doch glatt eine zwei-Daumen-dicke-einen-Meter-lange Schlange vorbei. Huj, da hat der Staat wiedermal vergessene, dass er auf Breite von Sizilien ist. Naja, nach einem kurzen Salzsäulenstunt dann weiter. Endlich aus dem blöden Unterholz raus und rein in... äh, ja was eigentlich?

Später hat er dann herausgefunden, dass es das Grab von irgendeinem Mönch war. Naja, das hat ihn in dem Moment aber nicht sonderlich gejuckt, erstmal zurück zur Straße finden. Fein fein, ein paar Stufen. Die haben ihn schlussendlich zu einer Straße geführt. Dank des hohen Grases ist der Staat praktisch aus dem Nichts dort aufgetaucht, sehr zur Belustigung zweier Kinder. Die haben ihn dann gleich mit Fragen bombadiert. Grandioserweise hat er gleich mal die Hälfte nicht verstanden. Das hat die Kinder aber nicht gestört, die haben einfach so lange weitergemacht bis es irgendwie funktioniet hat (Und ihm zwei Chinesinen empfohlen). Schließlich ist der Staat dann aber weitergezogen - wurde dann aber von den Kindern noch mit Orangen beschenkt. Die hat er gleich in sein den-ganzen-Tag-mit-dir-rumtrag-Plastiksackerl gesteckt.
Dann endlich: Ankunft beim Tempel. Endlich keine Touristen mehr (Die finden aus dem Daizaifu-Schrein wohl nimmer raus...). Die Tempelanlage kann sich auch sehen lassen - am meisten hat dem Staat aber eine kleine Halle nebenan gefallen (Das war irgendwie total wie in Love-Hina...). Die war im Wald und die typische Steinstiege rauf... perfekt...

Dann hat sich der Staat aber dazu entschlossen noch ein bisschen herumzustreunen. Bald darauf hat er auch den ersten Fund gemacht. Ein weiterer Schrein, jedoch versperrt. So nicht, ab durch die Hacke!
Drin war dann ein weiteres Love-Hina-Dejavu.
Dann erstmal den nächsten Hügel rauf, weil der Weg dort so schön war. Ein Bambushain macht das ganze noch spannender. Es folgt die Erkenntnis: Der Staat geht total in die falsche Richtung. Macht nix, nur nichts anmerken lassen. Schließlich findet er ein Wasserreservoir das für ein Photo herhalten muss. Dann gehts aber erstmal zurück Richtung Daizaifu-Schrein. Am Bahnhof angekommen wird eine Fahrkarte gekauft. Dann aber der spontane Entschluss noch ein bisschen in die andere Richtung zu latschen. Gesagt getan. Durch Daizaifu-Schrein (Touristen belagern ihm immer noch). Kaum im Wald keine Spur mehr von Menschen (außer Wege...), fein.
Ein weiterer (diesmal neuerer) Schrein wird gefunden, das ganze begleitet von grausiger Jahrmarkmusik (Grandioserweise ist auf der anderen Seite des Hügels ein Vergnügungspark...).
Dann wieder durch den Wald zurück und noch ein paar Photos vom mittlerweile leereren Daizaifu-Schrein.
Ab zum Bahnhof! Ein wagemutiger Japaner versucht im Zug doch tatsächlich mit dem Staat zu kommunizieren. Er muss lernen, dass der Staat noch viel lernen muss. Viel mehr als eine kurze Vorstellung bekommt man nicht hin. Der Staat muss endlich Vokabel-Pauken, der faule Sack!

So, jetzt noch der gesamte Photo-Pack, da hat der Staat mal wieder total übertrieben (ist schon aussortiert!):

3 Kommentare:

  1. Karpfen! aus jetzt!
    ...
    und das soll aussortiert sein?

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  2. des is schööön :D
    aber wtf? aussortiert?!!!

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  3. Haha, ich kann auch die anderen 100 Pics noch hochladen wennst das herausfordern willst ;)

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